Workshops

Die Workshops finden am Montag, den 28.09.2025, ab 13.00 Uhr am Gutenberg-Campus statt. Die Teilnahme ist für alle angemeldeten Kongressteilnehmer:innen kostenfrei ab 04.05.2026 über die Kongressplattform Converia buchbar.

Workshop 1: Wissenschaftlich publizieren im Bereich Soziologie
Verlag/ Institution: Nomos
Ansprechperson: Bettina Kohler (bettina.kohler(at)nomos.de)
Dauer: 1-stündig
28.09.2026, 13.0014.00 Uhr
Die Veröffentlichung der Dissertation ist für Sozial- und Geisteswissenschaftler:innen der krönende Abschluss auf dem Weg zum Doktortitel. Was muss man bei der Publikation in einem Wissenschaftsverlag beachten? Mit der Einführung zum Thema ›Wissenschaftlich publizieren‹ erhalten Sie einen Einblick in die Verlagswelt. Wir stellen Ihnen das wissenschaftliche Programm des Nomos Verlages sowie die verschiedenen Veröffentlichungsformen vor. Gemeinsam führen wir Sie durch den kompletten Publikationsprozess von der Anfrage bis zum Erscheinen Ihres Buches.
Im Anschluss haben Sie Gelegenheit, im Rahmen einer Q&A-Runde dem Lektorat Fragen zu stellen. Lernen Sie den Nomos Verlag näher kennen – ganz gleich, in welcher Promotionsphase Sie sich befinden.

Workshop 2: KI in qualitativer Forschung und Lehre?! Impulse und Herausforderungen für methodische Fundierung, Datenhoheit und Lehre
Vortrag, Demonstrationen und Diskussion mit Dr. Thorsten Dresing und Thorsten Pehl (audiotranskription.de, Marburg)
Verlag/ Institution: audiotranskription
Ansprechperson: Thorsten Dresing (info(at)audiotranskription.de)
Dauer: 3-stündig
28.09.2026, 13.0016.00 Uhr

Der Einsatz von Large Language Models in der qualitativen Forschung wird zunehmend differenziert diskutiert und die technologische Entwicklung öffnet neue Anwendungsfälle. Wir greifen den aktuellen Stand auf und machen die Herausforderungen methodisch legitimierbarer KI-Nutzung in drei Teilen sichtbar und verhandelbar. Zudem werden Ideen und Hinweise für den Einsatz in der Lehre gegeben.

Teil 1: Wie Forschende KI nutzen – und was das mit ihnen macht 
Ein Überblick über aktuelle Nutzungsstrategien – vom Ad-hoc-Prompting über Prompt-Templates bis zu spezialisierten KI-Tools – sowie über damit verbundene methodologische und rechtliche Problemfelder. Exemplarisch stellen wir empirische Befunde zu den Wirkungen der Technologie auf die Nutzenden vor, die ein kritisches Bild und besondere Herausforderungen für die Lehre zeichnen.
Teil 2: Methodisierte Integration – vom Ad-hoc-Prompting zum Verfahren 
Das Verhältnis zwischen etablierten qualitativen Verfahren und KI-Einsatz ist offen: Wie lässt sich KI anschlussfähig an methodische Traditionen integrieren – und wo öffnen sich neue Wege? Wir entfalten methodologische Herausforderungen elaborierter Prompttechniken und geben einen Überblick über aktuelle Integrationsstrategien. Demonstriert werden zwei mitentwickelte Verfahren: Hybride Interpretation mit drei dialogisch integrierten LLMs (Krähnke/Pehl/Dresing 2025) und Serendipity-Prompting (Krähnke/Dresing/Pehl 2026).
Teil 3: Datenhoheit und Datenschutz 
LLM-Nutzung via Internet bringt für bestimmte Daten Herausforderung bezüglich der DSGVO mit sich. Wir zeigen, warum Anonymisierung und Pseudonymisierung bei qualitativen Interviewdaten systematisch zu kurz greifen, wissenschaftlich wie datenschutzrechtlich. Datenhoheit verstehen wir als methodische und ethische Gestaltungsaufgabe im Forschungsprozess. Dargestellt werden Lösungswege wie lokale LLM-Nutzung und erweiterte Einwilligungserklärungen.

Begleitmaterial: Dresing, T. (2026). KI in der qualitativen Forschung. Vortragsskript inkl. weiterführender Literatur: https://www.audiotranskription.de/ki-einsatz-in-der-qualitativen-forschung/

Workshop 3: Inhalts- und Lesbarkeitsanalyse von Texten mit TextQuest ©
Verlag/ Institution: Social- Science- Consultion
Ansprechperson: Dr. Harald Klein (hklein(at)textquest.de)
Dauer: 3-stündig
28.09.2026, 13.0016.00 Uhr

Dieser Workshop zeigt die Möglichkeiten zur Analyse von Texten mit den Programmen TextQuest und TextQuest/ReFo auf. Die Teilnahme am Workshop und die Testversion sind kostenlos. Eigene Texte können mitgebracht werden, am besten als reine Textdateien.
TextQuest wurde für die copunterunterstützte Inhaltsanalyse entwickelt, Schwerpunkte des Workshops sind die Analyse des Wortschatzes, Erstellung eines Kategoriensystems, dessen Optimierung und Behandlung von mehrdeutigen oder negierten Suchbegriffen. TextQuest steht in der Tradition des General Inquirer und Textpack. Als Beispieltexte dienen die Texte von Fernsehnachrichten (Nachrichtenfaktoren - was für Eigenschaften müssen Ereignisse haben, um zu Nachrichten zu werden) und Heirats- und Kontaktanzeigen (Wertewandel - wie haben sich die Eigenschaften, mit denen man sich selbst und die gesuchte Person beschreibt und die Werte innerhalb einer Beziehung im Laufe der Zeit verändert.)
Für die spezielle Form der Inhaltsanalyse - Lesbarkeit von Texten - wird TextQuest/ReFo vorgestellt, die mit Lesbarkeitsformeln arbeitet. Die jeweils passenden Lesbarkeitsformeln werden automatisch auf der Basis von Sprache, Textsorte und Zielgruppe ausgewählt. Die Ergebnisse werden für den gesamten Text und für jeden Absatz berechnet. Lange Sätze, lange Wörte und Wörter aus speziellen Listen können farblich hervorgehoben werden. Abkürzungen, direkte Rede und sowe umfangreiche Ausnahmelisten für die Silbenzählunge verschiedener Srpachen werden bei der Lesbarkeitsanalyse berücksichtigt. Die Weiterarbeitung der Daten ist als CSV- oder JSON-Datei möglich.

Mehr Informationen wie kostenlose Testversionen, Handbücher und Präsentationen finden Sie auf https://www.textquest.de


Workshop 4: Abheben statt Bruchlandung: Ein eigenes Forschungsprojekt mit MAXQDA starten
Verlag/ Institution: MAXQDA
Ansprechperson: Nadja Marx (conferences(at)maxqda.de)
Dauer: 3-stündig
28.09.2026, 13.0016.00 Uhr

Als Software zur Analyse qualitativer Daten ist MAXQDA ein wichtiger Begleiter in vielen Forschungsprojekten. Dieser Workshop vermittelt die essentiellen Grundlagen, um MAXQDA selbstbewusst und kompetent anzuwenden. Was ist ein Code? Was ist ein Memo? Und wie werden Dokument Variablen eigentlich richtig eingesetzt? Anhand von drei interaktiven Übungen zur Datenexploration, zur Codierung und zur Auswertung vermittelt Trainer Andreas Müller die wichtigsten Schritte im Forschungsprozess mit MAXQDA. Es werden hierfür Interviewdaten zur Verfügung gestellt, es kann jedoch auch an eigenen Daten (Word Dateien) gearbeitet werden. Am Ende des Workshops sind Sie gerne auch eingeladen, Ihre persönlichen MAXQDA-Fragen mit der Workshopleitung zu besprechen.

Erforderliche Vorkenntnisse: Es sind keine Vorkenntnisse zu MAXQDA erforderlich. Ein eigener Laptop (MAC/PC) am besten mit MAXQDA vorinstalliert führt zu optimalen Ergebnissen.

Workshop 5: Sichtbar, vernetzt und informiert mit SocioHub – Das Kollaborationsportal für alle Soziolog*innen
Workshop mit Maike Lang (USB Köln) und Dr. Viola Logemann (Qualiservice FDZ)
Verlag/ Institution: Fachinformationsdienst Soziologie (SocioHub)
Ansprechperson: Maike Lang (lang(at)ub.uni-koeln.de)
Dauer: 3-stündig
28.09.2026, 13.0016.00 Uhr

SocioHub ist das Kollaborationsportal für die soziologische Fachcommunity. Es erleichtert Forschenden und Studierenden den Zugang zu fachrelevanten Informationen, soziologischen Netzwerken, Literatur und Forschungsdaten und unterstützt die digitale Zusammenarbeit. Mit über 3.800 Mitgliedern und mehr als 100 öffentlichen Gruppen eröffnet SocioHub vielfältige Möglichkeiten, Forschung sichtbar zu machen, sich zu vernetzen und gemeinsam an Projekten zu arbeiten.

Im ersten Teil des Workshops zeigen wir, wie SocioHub konkret in der wissenschaftlichen Praxis eingesetzt werden kann: zur Sichtbarmachung eigener Forschung, zur Verbreitung von Mitteilungen und zur Zusammenarbeit in Sektionen und Arbeitskreisen mithilfe kollaborativer Funktionen wie Umfragen, Videoarchiv und gemeinsamer Dateibearbeitung. Zudem wird erläutert, wie sich bereits in frühen Phasen des Forschungsprozesses Aufmerksamkeit für Studien erzeugen lässt und wie Community-Feedback Impulse und neue Kontakte ermöglicht.
Im zweiten Teil des Workshops richten wir den Fokus auf das Forschungsdatenmanagement qualitativer, soziologischer Forschungsdaten. Im Rahmen des FID Soziologie/SocioHub werden beim Forschungsdatenzentrum Qualiservice Vorlagen, Tools und Verfahren entwickelt, damit qualitative, soziologische Forschungsdaten rechtlich, ethisch, technisch und fachlich angemessen vor- und aufbereitet, archiviert und zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt werden können. Im Workshop zeigen wir, wie das Forschungsdatenmanagement und die Vorbereitung des Data Sharings zum selbstverständlichen Bestandteil eines jeden soziologischen Forschungsprozesses werden kann und wie Soziolog*innen dabei durch vielfältige Beratungs- und Informationsangebote via SocioHub unterstützt werden.

Der Workshop richtet sich an Interessierte mit und ohne Vorerfahrung. Eine interaktive Live-Demo sowie praxisnahe Übungen ermöglichen es, zentrale Funktionen direkt auszuprobieren. Die Mitnahme eines Laptops wird empfohlen.

Workshop 6: Vom Forschungsprojekt zur Publikation: Orientierung, Austausch und offene Fragen
Verlag/ Institution: wbv Media
Ansprechperson: Britta Noack (britta.noack(at)wbv.de)
Dauer: 3-stündig
28.09.2026, 13.0016.00 Uhr

Der Workshop ›Vom Forschungsprojekt zur Publikation: Orientierung, Austausch und offene Fragen‹ richtet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen, die sich im wissenschaftlichen Publikationsprozess orientieren möchten. Er vermittelt aus Verlagsperspektive grundlegendes Wissen zu Publikationswegen und Entscheidungsprozessen. Im Mittelpunkt steht dabei der Austausch: Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, eigene Fragen, Erfahrungen und Unsicherheiten einzubringen und gemeinsam zu diskutieren. Behandelt werden zentrale Themen wie Publikationsmodelle, Open Access und CCLizenzen, Finanzierungsmöglichkeiten sowie Förderstrukturen. Darüber hinaus greift der Workshop aktuelle Entwicklungen auf, etwa den Einsatz künstlicher Intelligenz im wissenschaftlichen Publizieren. Die inhaltlichen Impulse dienen dabei als Grundlage für eine gemeinsame Diskussion. Ziel des Workshops ist es, Orientierung zu bieten, Transparenz im Publikationsprozess zu schaffen und die Handlungssicherheit der Teilnehmenden zu stärken.